KommossZwischen Tumormarker und Laparoskop

Die Diagnose Krebs stellt den behandelnden Arzt immer wieder vor neue Herausforderungen. Deshalb gibt es wissenschaftlich anerkannte Vorgaben und Leilinien zur Behandlung bei bestimmten Tumoren und Stadien. Speziell dem Endometriumkarzinom, also einer Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut widmete sich Prof. Dr. Friedrich Kommoss im Rahmen einer ärztlichen Fortbildung Mitte Januar im Heidelberger St. Josefskrankenhaus.

KaufmannZum „Update Gynäkologie“ waren etwa 30 Gynäkologen und Mediziner aus der Metropolregion gekommen, um den Ausführungen von Prof. Kommoss sowie dem Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. Holger Kaufmann zu folgen.
Die bisherigen Risikoklassifikationen für das Endometriumkarzinom bieten nicht immer eine zuverlässige Grundlage für die optimale Therapie und Prognose. Deshalb soll künftig die Einteilung in molekulare Subtypen der Tumore mit berücksichtigt werden, um einen für den Patienten erfolgversprechendsten Therapieplan zu finden – ähnlich wie dies bereits beim Brustkrebs der Fall ist. Diese neue Entwicklung stellte Prof. Dr. Kommoss in seinem Vortrag dar und gab den Zuhörern Einblicke in die Entwicklung und Nutzung neuer Tumormarker.

Über die Möglichkeiten von minimal-invasiven Techniken bei der Behandlung von Uteruserkrankungen referierte Chefarzt Dr. Kaufmann. Seit der ersten laparoskopischen Entfernung des Blinddarm-Wurmfortsatzes im Jahre 1980 hat sich diese Methode stetig weiterentwickelt und wurde für die verschiedenen Organe und Erkrankungen optimiert. Gerade bei der Behandlung von Myomen an der Gebärmutter eröffnen sich durch minimal-invasive Operationsverfahren erfolgversprechende und patientenschonende Möglichkeiten die der Experte ausführlich darstellte. (ckl)

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Letzte Aktualisierung

22. Juni 2017