St. Josefskrankenhaus Heidelberg GmbH

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Dienstag, 03. November 2009

Volkskrankheit Herzschwäche - Herztag am 7. November am St. Josefskrankenhaus

hkl_pressemitteilungIch bin immer so müde - liegt das an meinem Alter, oder kann eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) dahinter stecken? Was passiert bei der Untersuchung? Wie geht es weiter, wenn bei mir eine Herzinsuffizienz entdeckt wird? Wie kann ich vorbeugen? Wie kann ich trotz Krankheit ein gutes Leben führen? Schaden die ganzen Tabletten nicht mehr, als dass sie nützen?

Ausführliche Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten die Besucher des Herztages im St. Josefskrankenhaus am Samstag, 7. November 2009, von 10 bis 14 Uhr. Der Herztag wendet sich an Betroffene und deren Angehörige, ebenso wie an Menschen, die sich aktiv um ein gesundes Leben bemühen. Daher stehen neben Ursachen, Anzeichen, Untersuchungsmethoden und Behandlungsmöglichkeiten der Herzschwäche auch Vorbeugungsmaßnahmen auf dem Programm. Vorträge informieren über den neuesten Stand der Behandlung, Gesundheitschecks geben Hinweise auf den eigenen Zustand, Experten stehen Rede und Antwort. Das Herzkatheterlabor kann besichtigt werden, Fachpersonal erklärt die Untersuchung. Kurse mit Entspannungsübungen für den Alltag helfen bei der Vorbeugung (von 10:30 - 11:30 Uhr und von 12:00 bis 13:00 Uhr durch Physiotherapeut Dietmar Lincks). Auch ein Erste-Hilfe-Kurs für Laien ist im Angebot (10:30 bis 11:30 und 12:00 bis 13:00 Uhr). Schirmherr der Veranstaltung ist der Oberbürgerbürgermeister der Stadt Heidelberg, Dr. Eckart Würzner. Der Herztag wird veranstaltet in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung und der AOK Rhein-Neckar.

"Schon einfache, kleine Veränderungen des Lebensstils haben große Auswirkungen auf die Vorbeugung von Herzschwäche und deren Bewältigung" so Priv. Doz. Dr. Carsten Krüger, Chefarzt der Inneren Medizin - Abteilung für Kardiologie und Angiologie am St. Josefskrankenhaus. "Und falls eine Herzschwäche vorliegt, kann durch die frühzeitige Erkennung und optimale Behandlung die Lebensqualität und die Lebenserwartung entscheidend verbessert werden."

Bei der Herzschwäche hat das Herz nicht mehr genügend Kraft, um ausreichend Blut durch den Körper zu den lebenswichtigen Organen zu pumpen. Im Verlauf kommt es zu immer größeren Leistungseinschränkungen. Der Betroffene leidet an Atemnot, dauernder Müdigkeit und geschwollenen Beinen. Gerade jetzt in der Herbstzeit können auch Symptome einer - eventuell ‚verschleppten‘ - Erkältung mit einer voranschreitenden Herzinsuffizienz verwechselt werden. Die Krankheit entwickelt sich meist über Jahre, bevor sie zum vorzeitigen Tod führt. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung ist entscheidend für eine Verbesserung der Lebensqualität und der Lebenserwartung der Patienten.

Die Herzschwäche ist eine Volkskrankheit: Rund 1,4 Millionen Menschen in Deutschland leiden daran, bei fast 60.000 Menschen ist sie die Todesursache. Sie ist auch die häufigste Ursache für eine Krankenhaus-Einweisung: 250.000 Patienten pro Jahr, bei weiter steigender Tendenz. Dass viele Patienten trotz immer besserer Therapiemöglichkeiten keine optimale Behandlung erhalten, liegt häufig daran, dass diese Möglichkeiten zu wenig bekannt sind. Ein weiteres Problem: Betroffene nehmen die Symptome einer Herzschwäche wie Leistungsabfall, Atemnot, geschwollene Beine oft als altersbedingt resigniert hin und wissen nicht, dass man etwas dagegen tun kann.

Der Herztag findet am Samstag, den 7. November von 10 bis 14 Uhr im St. Josefskrankenhaus (Krankenpflegeschule und Herzkatheterlabor) statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.st.josefskrankenhaus.de