Zentrum für Endokrine Chirurgie
St. Josefskrankenhaus Heidelberg
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Behandlung der Nebenschilddrüse am St. Josefskrankenhaus Heidelberg

Der menschliche Körper verfügt über vier Nebenschilddrüsen. Diese befinden sich meist direkt hinter der Schilddrüse. Ihre Aufgabe besteht in der Regulierung des Calciumhaushaltes in unserem Körper.

Die häufigste Erkrankung der Nebenschilddrüsen sind gutartige Tumoren, die unkontrolliert das Nebenschilddrüsenhormon (Parathormon) produzieren. Ist dies der Fall steigt der Calciumwert im Blut. Dies kann zu verschiedenen Symptomen wie Nierensteinen, Magengeschwüren oder Osteoporose führen. Auch psychische Verstimmungen und Darmbeschwerden können Ausdruck einer solchen Überproduktion sein. In seltenen Fällen können Erkrankungen der Nebenschilddrüse auch Folge eines Nierenschadens sein.

Bösartige Erkrankungen der Nebenschilddrüse sind äußerst selten.

Überfunktion der Nebenschilddrüse - Hyperparathyreoidismus

Bei der Überfunktion der Nebenschilddrüsen, genannt Hyperparathyreoidismus, fällt in der Regel zunächst ein erhöhter Calciumspiegel im Blut auf. Wenn dann auch das Phosphat im Urin erhöht ist, liegt der Verdacht einer Überfunktion sehr nahe. Ein erhöhter Parathormonspiegel im Blut ist der Nachweis eines sog. Hyperparathyreoidismus, also einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Ist dies der Fall, muss nach einem gutartigen Tumor einer Nebenschilddrüse, dem Nebenschilddrüsenadenom, gesucht werden.

Unterfunktionen der Nebenschilddrüse sin recht selten und in der Regel die Folge von Operationen an der Schilddrüse.

Nebenschilddrüsenadenom

Die Nebenschilddrüsen haben eine Normalgröße von nur 2-5mm und sind somit mit bildgebenden Verfahren nur schwer zu orten. “Haben sich Nebenschilddrüsenadenome gebildet, sind diese meist größer als 10mm und können deshalb im Ultraschall gesehen werden. Liegen sie jedoch nicht an einer typischen Stelle, kann die Aufspürung der Adenome schwierig werden. Sie können überall im Halsbereich liegen, manchmal sogar im Brustkorb.  Eine Szintigraphie kann Hinweise darauf geben, wo sie verortet sind. Manchmal ist die Ortung der erkrankten Nebenschilddrüsen jedoch auch trotz Ultraschaluntersuchung und Sintigraphie nicht immer eindeutig so dass wir dann vor einer OP eine spezielle vierdimensionale Computertomographie (4D Ct) oder eine selektive Untersuchung mit einem Halsvenenkatheter durchführen.

Zwar gibt es ein Medikament, das in der akuten Phase die Hormonproduktion ausgleichen kann, die definitive Behandlung der Adenome der Nebenschilddrüse ist jedoch die operative Entfernung. Ähnlich wie bei einer Schilddrüsenoperation wird das Adenom über einen Schnitt am Hals aufgesucht und entfernt. Meistens fällt das Parathormon im Blut dann schon im OP nach wenigen Minuten auf Normalwerte.

Prof. Dr. med. Sebastian Freudenberg
Chefarzt Zentrum für Endokrine Chirurgie

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