Klinik für Innere Medizin
St. Josefskrankenhaus
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79104 Freiburg im Breisgau
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Flexible Bronchoskopie

Die Bronchoskopie (Spiegelung der Lungen) ist eine schmerzlose Untersuchung, die in der heutigen Zeit mit einem flexiblen, also biegsamen und bleistiftdünnen Schlauch durchgeführt wird, der durch die Nase durch die Luftröhre in die Bronchien geschoben wird. Dabei folgt man den natürlichen Atemwegen - hierbei bleibt neben dem schmalen Untersuchungsgerät ausreichend Raum für die Atemluft. Der Patient erhält eine Kurznarkose, d.h. schläft während der gesamten Untersuchung, muß aber nicht beatmet werden. Nach 2-3 Stunden kann der Patient in der Regel wieder essen und trinken. Eine Untersuchung mit dem "starren Instrument" in Vollnarkose ist nur in Ausnahmefällen erforderlich, die Untersuchung mit dem flexiblen Bronchoskop ist für den Patienten schonender, weniger belastend und schneller. Die Untersuchungsdauer liegt üblicherweise zwischen 15 und 20 Minuten. 

Diagnostischer Einsatz

  • Suche nach Lungentumoren mit Entnahme von Proben aus auffälligen Bereichen in den Bronchien und außerhalb der Bronchien im Lungengewebe (transbronchial) sowie Tumorzellen in der Spülflüssigkeit.
  • Probeentnahme aus der Schleimhaut der Bronchien und Spülflüssigkeit zur mikrobiologischen Untersuchung (Bakterien, Viren einschließlich Corona, Pilze, Parasiten) bei Lungenentzündungen.
  • Beurteilung von bronchoalveolären Zellen bei Lungengerüsterkrankungen sowie transbronchial entnommener Proben.
  • Ursachensuche bei Lungenblutung.
  • Diagnostik von Fremdkörpern (Zahnteile, Stecknadeln etc.) in den Bronchien.
  • Abklärung von Einengungen in den Bronchien.
  • Feststellung von Minderbelüftungen der Lunge (Atelektasen), bei Lungenentzündungen oder nach größeren Operationen.

Therapeutischer Einsatz

  • Freispülen und Absaugen von Schleimpfröpfen bei Lungenenzündungen und schweren obstruktiven Lungenerkrankungen (Asthma, COPD): dabei sind einzelne Lungenbereiche durch mit Schleim verstopften Bronchien von der Belüftung abgetrennt, sodaß nach Absaugung diese Lungenabschnitte wieder an der Atmung teilnehmen und die Luftnot beseitigt werden kann.
  • Entfernung kleinerer Fremdkörper wie lose Zahnteile oder verschluckter Nägel oder Stecknadeln mit der Zange aus den Bronchien.
  • Freispülen nach Blutung.
  • Bei beatmeten Patienten: Kontrolle der korrekten Lage des Beatmungsschlauches.
  • Fiberoptische Intubation bzw. Unterstützung bei der Punktionstracheotomie bei "kurzem" Hals. 

Kontakt und Terminvereinbarung

Gastroenterologie
Sekretariat: Sabine Thürnagel

T 06221 526-880
F 06221 526-885
sek-gastroenterologie@st.josefskrankenhaus.de

 

Weiterführende Informationen

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